Wozu das Jahrbuch Qualität der Medien?

Mit dem Jahrbuch Qualität der Medien erhält das Publikum einen Massstab, welchem Journalismus es sich aussetzen will. Die Medienmacher erhalten einen Massstab, welchen Journalismus sie produzieren und verantworten wollen. Die Politik erhält Einsicht in die Entwicklung des Medienwesens und in die Ressourcen, die dem Informationsjournalismus in der Schweiz zur Verfügung stehen.

Alles, was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.

Niklas Luhmann, 1996

Das Jahrbuch Qualität der Medien erscheint seit 2010 und ist ein Projekt mit Pioniercharakter. In keinem anderen europäsischen Land gelang es Wissenschaftlern, ein so umfangreiches Projekt über einen so langen Zeitraum in der Gesellschaft zu etablieren.

Die Herausgeber des Jahrbuchs Qualität der Medien sind überzeugt, dass  hochwertiger Informationsjournalismus eng mit der Qualität der Demokratie verknüpft ist. Mit ihren Forschungsergebnissen möchten sie zur kritischen und konstruktiven Debatte über das Thema Medienqualität in der Schweiz beitragen.

Die Befunde und Analysen des Jahrbuchs sollen für alle frei zugänglich sein. Seit diesem Jahr verfolgen die Herausgeber deshalb eine Open Access-Strategie. Das Jahrbuch Qualität der Medien kann als PDF ↓ herunter geladen werden oder als gedrucktes Exemplar über den Schwabe Verlag erworben werden. Zudem können Sie viele der Analysen aus dem Jahrbuch in Kurzform auf dieser Website nachlesen.

 

Das Team

Das Jahrbuch Qualität der Medien wird von Mitarbeitenden des Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) erarbeitet und herausgegeben. Das fög ist ein assoziiertes Institut der Universität Zürich, wurde 1997 gegründet und ist spezialisiert auf die Erforschung der öffentlichen Kommunikation und besonders der Schweizer Medienlandschaft.

Hinter dem Jahrbuch steht ein erfahrenes Team. Jedes Jahr garantieren die Mitarbeitenden des fög die Qualität der Publikation aufs Neue.

Prof. Dr. Mark Eisenegger

Supervisor des Projekts und Mitautor

Liebt es, Thesen empirisch zu überprüfen.

lic. phil. Daniel Vogler

Forschungsleiter und Mitautor

Liebt es, in Datensätze einzutauchen.

Mitautor

Liebt es, Ergebnisse einzuordnen.

Urs Christen

Leiter IT

Liebt es, Probleme zu lösen.

Pia Fleischlin

Projektadministration

Liebt es, einen gelungenen Event zu planen.

Jörg Schneider, M.A.

Mitautor

Liebt es, im Datenchaos die Ordnung zu entdecken.

Andrea Häuptli, M.A.

Mitautorin 

Liebt es, über Konzepte zu diskutieren.

Lisa Schwaiger M.A.

Mitautorin

Liebt es, Social Mediadaten aufzuspüren.

 

Die Methoden

Jede Fragestellung erfordert ihren eigenen Zugang. Das Jahrbuch Qualität der Medien profitiert von seinem Multi-Methoden-Design. Hier erhalten Sie mehr Infos zu den verschiedenen Methoden.

Inhaltsanalyse

Manuelle Inhaltsanalysen und automatisierte Textanalysen ermöglichen es, die Qualität sowie weitere Eigenschaften der Berichterstattung von Schweizer Medien vergleichend zu untersuchen.

Befragungen

Quantitative Befragungen geben Aufschluss über veränderte Präferenzen der Mediennutzung, über das Vertrauen in die Medien bis hin zur Wahrnehmung der Qualität in der Schweizer Bevölkerung. 

Strukturanalysen

Sekundärdaten helfen, die Kontextfaktoren im Schweizer Medienwesen besser zu verstehen. Damit werden Aussagen über die Ressourcen, Besitzverhältnisse und Konzentrationsprozesse möglich.

Social Media-Analysen

Social Media-Analysen geben Antworten darauf, wie erfolgreich Schweizer Medien über die neuen Kanäle kommunizieren, welche Communitys sich bilden. Kurz: Wer spricht wo, mit wem, über was?

 

Das Qualitätsscoring

Das Jahrbuch Qualität der Medien verfolgt das Ziel, die Qualität der reichweitenstärksten Schweizer Medien messen und vergleichen zu können. Zu diesem Zweck wurde ein Verrechnungsverfahren entwickeln, das jedem untersuchten Medium einen Qualitätsscore zuordnet, der sich zwischen den Werten "0" (= sehr niedrige Qualität) und "10" (= sehr hohe Qualität) bewegt. Das Qualitätsscoring dient als Vergleichsmasstab und ermöglicht es, unterschiedliche publizistische Leistungen zu beschreiben und zu analysieren. Wie funktioniert das Qualitätsscoring? Erfahren Sie mehr über die Methodik. 

Das Verrechnungsverfahren basiert auf Daten, die mittels Inhaltsanalyse erhoben wurden. Aus der Gesamtberichterstattung der Medientitel wird eine repräsentative Stichprobe gebildet. Im Untersuchungsjahr 2018 wurden insgesamt 26'335 Beiträge aus insgesamt 64 Medien von geschulten Codiererinnen und Codierern nach wissenschaftlichen Konventionen verarbeitet. 

Für eine hochwertige Berichterstattungsqualität sind vier Qualitätsdimensionen entscheidend. Sie sind sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in der journalistischen Praxis breit verankert. 

Relevanz

Stellt der Beitrag gesellschaftlich bedeutende Themen ins Zentrum?

Vielfalt

Gibt das Medium einen vollständigen Überblick über alle wichtigen Ereignisse?

Einordnungsleistung

Ordnet der Beitrag Ereignisse in grössere Zusammenhänge ein?

Professionalität

Orientiert sich der Beitrag an Standards des Journalismus?

Mehr über die Methodik und das Qualitätsverständnis des Jahrbuchs Qualität der Medien. Hier klicken.

 

Kooperationen

Das Jahrbuch Qualität der Medien profitiert von Kooperationen mit wissenschaftlichen und privatwirtschaftlichen Organisationen.

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